Giovanni Lo Curto Photographer

„Erinnern für die Zukunft“ und Nachbarn. Vernissage.

Berlin 2016.

Mit Stolpersteinen, die Namen, Geburts- und Todestage überliefern, wird vielerorts an die vertriebene und ermordete jüdische Bevölkerung erinnert. Um diesen ehemaligen Nachbarn ein Gesicht zu geben oder ihre Geschichte zu erzählen, sind in den meisten Fällen intensive und langjährige Nachforschungen erforderlich, denn es waren nicht selten Menschen, mit deren Leben auch die Lebensspuren fast gänzlich ausgelöscht wurden. Auf der Suche in Archiven, privaten Nachlässen oder in persönlichen Gesprächen versucht auch die Initiative Stolperstein Karlshorst seit vielen Jahren, das Leben der ehemaligen Mitbürger zu erforschen. Von den bisher oft nur namentlich bekannten Menschen mit jüdischer Herkunft stellt die Ausstellung Mitglieder von fünf jüdischen Familien vor. Auf diese Weise werden hinter den Namen Funk, Heyn, Mode, Salzmann und Strauß jene Menschen sichtbar, die einmal Nachbarn der Karlshorster waren.

Kuratorin der Ausstellung ist Barbara Timm von der Initiative Stolpersteine Karlshorst.

Ab 18 Uhr: Museum Lichtenberg „Erinnern für die Zukunft“, Türrschmidtstr. 24

Mit der Projektion von über 300 Namen erinnert das Bezirksamt Lichtenberg seit 2006 am Tag der Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945 an die von den Nationalsozialisten aus Lichtenberg vertriebene und ermordete jüdische Bevölkerung. Auch in diesem Jahr beginn die Lichtaktion »Erinnern für die Zukunft« um 18 Uhr vor dem Museum Lichtenberg. Ende: 28. Januar, 8 Uhr

Die Projektion ist eine Nacht lang weithin sichtbar auf den freien Hausgiebel des Museums in den Stadtraum eingeblendet. Für die Opfer gab es keine Rückkehr. Die Lichtaktion bringt ihre Schicksale im übertragenen Sinn wieder ins Gedächtnis zurück. Es ist ein Appell gegen Gleichgültigkeit und gegen Verdrängung, der sich an alle Generationen, besonders aber an jüngere Menschen wendet – und er soll als Aufruf zur Wachsamkeit wahrgenommen werden. Setzen auch Sie durch Ihre Teilnahme ein Zeichen gegen das Vergessen.